Môtiers und das Val-de-Travers

Die Bewohner von Môtiers und die Bevölkerung des Val-de-Travers haben nach anfänglicher Skepsis diese Ausstellungen, die den Namen ihrer Region weit und breit bekanntmachen, immer mehr schätzen gelernt.

 

Im Lauf der Zeit sind die Künstler vertraute Figuren geworden. Man interessiert sich für ihre Arbeit, man hat dem einen oder anderen dabei geholfen. Man beginnt ihre Werke, auch die «schwer zugänglichen», zu schätzen.

Jedermann konnte ein Stück Feld oder Garten zur Verfügung stellen, ein Schaufenster, eine Fassade, eine Mauer, eine Hütte. Man holte seinen Traktor, wenn der Lastwagen sich im Schlamm festgefahren hatte, brachte Werkzeug, wenn der Künstler keines hatte. Man servierte den Aperitif, wenn es Zeit dazu wurde und der Künstler gestand, dass er noch nie einen Absinth getrunken hatte...

Zahlreiche Freiwillige machen mit bei der Organisation: im Komitee oder in der grossen Schar von Helfern, die zehn Monate lang jeden Tag von 10 bis 18 Uhr die Besucher am Eingang begrüssen.

Die Bedeutung für das Val-de-Travers

Die Ausstellung ist für den Tourismus im Val-de-Travers von Bedeutung, aber ihre Ausstrahlung reicht viel weiter: Die Region hat sich in einem besonderen Bereich – in der zeitgenössischen Kunst – einen grossen Ruf erworben. Die Ausstellungen in Môtiers sind in der ganzen Schweiz und weit über die Grenzen hinaus bei anspruchsvollen Liebhabern bekannt. Diese kommen oft mit der ganzen Familie. Dadurch entsteht in den Köpfen der Besucher wie auch in den Medien ein Bild vom Val-de-Travers als einer Region, in der sich gut leben lässt, in der die Bewohner gastfreundlich und kultiviert sind, aufgeschlossen für Kunst und das Schöne...

Die vorangegangenen Ausstellungen haben im Dorf einige gekaufte oder geschenkte Werke zurückgelassen; so können die Besucher in Môtiers ständig Kunstwerke von Alois Dubach, Marcel Mathys, Fred Perrin, Pierre Oulevay, François Jaques, Renate Buser, Jurg Hugentobler, Olivier Mosset, Julia und Claudia Müller bewundern...